Kommunale Wärmeplanung
Förderprojekt Kommunale Wärmeplanung
Name: „KSI: Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung Gemeinde Kreba-Neudorf“
Laufzeit: 01.01.2025 bis 31.03.2026
Förderkennzeichen: 67K28905
Ziele und Inhalte des Projektes: Entwicklung eines Konzepts für eine kosteneffiziente, klimafreundliche und nachhaltige Wärmeversorgung der Gemeinde Kreba-Neudorf
Partner des Projektes: SachsenEnergie AG
Weiterführende Informationen zum Projektträger finden Sie unter folgendem Link: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Oktober 2025: Kommunale Wärmeplanung startet in Kreba-Neudorf
Kreba-Neudorf geht gemeinsam mit SachsenEnergie einen wichtigen Schritt in Richtung klimafreundlicher Zukunft: Die kommunale Wärmeplanung hat begonnen. Ziel ist es, die Wärmeversorgung vor Ort langfristig sicher, bezahlbar und klimaneutral zu gestalten.
Mit dem offiziellen Projektstart am 15. Oktober beginnt die Gemeinde, ihre bestehende Wärmeinfrastruktur zu analysieren und Potenziale für erneuerbare Energien zu identifizieren. Die Planung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit SachsenEnergie, der Stadtverwaltung und weiteren lokalen Akteuren.
Die kommunale Wärmeplanung ist gesetzlich vorgeschrieben und ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie bietet Bürgerinnen und Bürgern Orientierung – etwa bei der Wahl einer neuen Heizung oder bei Sanierungsentscheidungen.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Beteiligung folgen in Kürze.
Februar 2026: Bürgerdialog zur Kommunalen Wärmeplanung in Kreba‑Neudorf
Die Gemeinde Kreba‑Neudorf arbeitet gemeinsam mit SachsenEnergie an der Kommunalen Wärmeplanung (KWP). Ziel ist es, eine langfristig klimaneutrale und gleichzeitig verlässliche Wärmeversorgung für alle Haushalte und Unternehmen zu entwickeln. Am 26. Februar 2026 fand dazu ein Bürgerdialog im Saal des Schlosses Kreba‑Neudorf statt.
Warum eine Kommunale Wärmeplanung?
Die Kommunale Wärmeplanung ist gesetzlich vorgesehen und wird vom Bund gefördert. Sie liefert eine langfristige Strategie, wie die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral gestaltet werden kann. Dafür werden der aktuelle Bestand, mögliche erneuerbare Energiequellen und die technischen Rahmenbedingungen systematisch untersucht.
Aktueller Stand der Wärmeversorgung in Kreba‑Neudorf
Die Gemeinde ist geprägt von vielen Einfamilienhäusern und einer kleinteiligen Siedlungsstruktur. Wärmenetze gibt es bislang nicht. Die Wärmeversorgung basiert überwiegend auf:
Erdgas und anderen fossilen Energieträgern (über 70 % des Bedarfs)
Holz und weiteren biogenen Brennstoffen (ca. 18 %)
Da Kreba‑Neudorf vollständig innerhalb des Biosphärenreservats „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ liegt, sind Projekte wie große Solarthermieflächen oder PV‑Freiflächen nur eingeschränkt möglich. Trotzdem zeigen die Analysen, dass sowohl zentrale als auch dezentrale Lösungen für eine klimaneutrale Zukunft denkbar sind.
Welche Perspektiven gibt es für die Zukunft?
Die bisherige Analyse im Rahmen der Wärmeplanung zeigt:
Im Ortsteil Neudorf könnte langfristig ein Wärmenetz sinnvoll sein.
In Teilen von Kreba und Neudorf, in denen heute ein Gasnetz existiert, ist eine spätere Umstellung auf Wasserstoff möglich.
Außerhalb dichter Ortsstrukturen werden dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Biomasse oder Hybridheizungen voraussichtlich eine größere Rolle spielen.
In einem Gebiet, in dem sich potenzielle Netzausbauoptionen überschneiden, wird die optimale Lösung im weiteren Planungsprozess genauer geprüft.
Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner
Ein zentraler Bestandteil der Wärmeplanung ist die Einbindung der Menschen vor Ort. Beim Bürgerdialog konnten Anwesende Fragen zu den Planungen stellen, Hinweise zu Gebäuden, Infrastruktur oder Sanierungsmöglichkeiten geben und ihre Einschätzungen zu Wärmeversorgung und Energieverbrauch einbringen. Diese Rückmeldungen fließen direkt in die weitere Ausarbeitung des Wärmeplans ein.
Einen Einblick in die Präsentation erhalten Sie hier: Präsentation Bürgerdialog
Unterstützung durch die Verbraucherzentrale
Bei der Veranstaltung war auch die Verbraucherzentrale Sachsen vertreten. Sie informierte über individuelle Energieberatung, energetische Sanierung, Förderprogramme und Heiztechnologien. Damit steht interessierten Haushalten ein unabhängiges Beratungsangebot zur Verfügung (Link zum Angebot der Verbraucherzentrale Sachsen).
Wie geht es weiter?
Der finale Kommunale Wärmeplan für Kreba‑Neudorf soll am 16. März 2026 abgeschlossen werden. Die Ergebnisse werden anschließend öffentlich vorgestellt. Sie dienen als Leitlinie für zukünftige Entscheidungen im Bereich Wärmeversorgung – sowohl für die Gemeinde als auch für private Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer.
März 2026: Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Kreba-Neudorf
Die Gemeinde Kreba‑Neudorf hat ihre Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Der Wärmeplan wurde am 16. März 2026 im Gemeinderat vom Projektpartner SachsenEnergie vorgestellt und einstimmig verabschiedet. Er zeigt auf, wie eine klimafreundliche und verlässliche Wärmeversorgung in den kommenden Jahren gestaltet werden kann und dient als strategische Orientierung für Verwaltung, Unternehmen und private Haushalte.
Zwischen September 2025 und März 2026 wurden verschiedene Datenquellen ausgewertet, bestehende Infrastrukturen analysiert und Zukunftsszenarien entwickelt. Während SachsenEnergie die fachliche Planung übernahm, steuerte die Gemeinde Kreba-Neudorf den Prozess politisch und organisatorisch. Ergänzend wurden, je nach Themenstellung, relevante lokale Akteure aus den Verwaltungsgremien und dem lokalen Umfeld in den Prozess einbezogen. Die Öffentlichkeit wurde zudem über alle Arbeitsschritte transparent informiert und bei einem Bürgerdialog im Februar 2026 zum Austausch eingeladen.
Zentrale Ergebnisse
In Kreba‑Neudorf gibt es bislang kein gemeinschaftliches Wärmenetz. Die Wärmeversorgung erfolgt überwiegend über Erdgas und individuelle Heizsysteme wie Heizöl, Holz oder Strom.
Mehr als zwei Drittel des Bedarfs werden heute durch fossile Energieträger gedeckt; biogene Quellen tragen rund 18 Prozent zur Wärmeversorgung bei.
Aufgrund der Lage im Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ unterliegen Freiflächenprojekte für erneuerbare Wärme strengen naturschutzfachlichen Anforderungen.
Die Analyse zeigt ein Gebiet im Ortsteil Neudorf, das sich langfristig für ein neues Wärmenetz eignen könnte.
Das bestehende Gasnetz in Kreba und Neudorf gilt als grundsätzlich wasserstofftauglich. Ob eine Umstellung realisierbar ist, hängt jedoch von Preisentwicklung, Verfügbarkeit und gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene ab.
Für weniger dicht bebaute Bereiche werden weiterhin dezentrale Lösungen – wie Wärmepumpen oder Biomasse – die wahrscheinlich sinnvollste Option bleiben.
Was bedeutet das für Gebäudeeigentümerinnen und Eigentümer?
Der Wärmeplan schafft Orientierung, aber keine Verpflichtungen:
Private Heizungen müssen nicht direkt ausgetauscht werden.
Vorgaben entstehen ausschließlich aus Bundesrecht wie dem Gebäudeenergiegesetz (GEG).
Die Kommune selbst ist Adressat des Wärmeplanungsgesetzes (WPG), nicht die Einwohnerinnen und Einwohner.
Wie geht es in Kreba‑Neudorf weiter?
Nach dem Beschluss startet die Gemeinde in die nächste Phase. Dazu gehören:
detaillierte Machbarkeitsprüfungen in potenziellen Fokusgebieten,
Bewertung möglicher Förderprogramme,
Abstimmungen mit lokalen Akteuren,
weitere Informationsangebote für die Bevölkerung.
Einen Einblick in den vollständigen Abschlussbericht, sowie die Kommunale Wärmeplanung erhalten Sie hier:
Abschlussbericht Kommunale Wärmeplanung Kreba-Neudorf














